Allgemeine Geschäftsbedingungen
Talk About Me UG (haftungsbeschränkt)
Fassung vom 31.08.2026
Vielen Dank für deinen Besuch auf unserer Website und dein Interesse an Talk About Me. Im Folgenden möchten wir dich über deine Rechte im Zusammenhang mit der Nutzung unserer Leistungen informieren.
Inhalt
- § 1 Anbieterin, Geltungsbereich, Begriffe
- § 2 Psychologische Beratung: Inhalt und Grenzen
- § 3 Psychologische Diagnostik
- § 4 Psychotherapie
- § 5 Keine ärztlichen Leistungen, kein Erfolgsversprechen
- § 6 Nutzerkonto und Zustandekommen des Vertrags
- § 7 Terminbuchung, Verlegung, Verspätung
- § 8 Persönliche Voraussetzungen, Minderjährige
- § 9 Technische Voraussetzungen und Videokommunikation
- § 10 KI-gestützte Transkription und Aufzeichnungen
- § 11 Mitwirkungs- und Informationspflichten
- § 12 Befundbericht, Bescheinigungen und Stellungnahmen
- § 13 Krisen und Notfälle
- § 14 Vergütung
- § 15 Zahlungsbedingungen
- § 16 Härtefallregelung (Sozialtarif)
- § 17 Erstattung durch Kostenträger
- § 18 Absage, Verlegung und Ausfallhonorar
- § 19 Widerrufsrecht bei Beratungsverträgen
- § 20 Mehrfachkarten
- § 21 Beendigung, Ablehnung, Löschung des Nutzerkontos
- § 22 Schweigepflicht und Datenschutz
- § 23 Urheberrechte und Nutzung von Materialien
- § 24 Haftung
- § 25 Änderungen dieser AGB
- § 26 Beschwerden und Streitbeilegung
- § 27 Schlussbestimmungen
- Anlage 1: Widerrufsbelehrung für Verträge über psychologische Beratung
§ 1 Anbieterin, Geltungsbereich, Begriffe
1.1 Anbieterin der auf www.talkaboutme.de dargestellten Leistungen ist die Talk About Me UG (haftungsbeschränkt), Holzkampstraße 2, 58453 Witten, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum unter HRB 22076, vertreten durch den Geschäftsführer Lukas Theodor Wagner, USt-IdNr. DE450996302, E-Mail: info@talkaboutme.de (nachfolgend „Talk About Me“ oder „wir“).
1.2 Diese AGB gelten für alle Verträge, die über die Website, das Nutzerkonto oder das Online-Terminbuchungssystem mit uns geschlossen werden, namentlich über (a) psychologische Beratung, (b) psychologische Diagnostik, insbesondere zu ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen, und (c) Psychotherapie.
1.3 Die Leistungen nach (b) und (c) sind heilkundliche Leistungen. Insoweit kommt ein Behandlungsvertrag im Sinne der §§ 630a ff. BGB zustande. Die Leistung nach (a) ist keine Heilbehandlung; insoweit gilt Dienstvertragsrecht. Diese Unterscheidung ist für das Widerrufsrecht (§ 19), für die Vergütung (§ 14) und für die Umsatzsteuer maßgeblich.
1.4 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen der Nutzer:innen werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir haben ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt. Individuelle Vereinbarungen haben stets Vorrang vor diesen AGB (§ 305b BGB).
1.5 „Nutzer:innen“ ist in diesen AGB der Oberbegriff für alle Personen, die unsere Leistungen buchen oder in Anspruch nehmen; er umfasst auch Patient:innen. Soweit ausschließlich heilkundliche Leistungen gemeint sind, verwenden wir den Begriff „Patient:innen“. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).
1.6 Vertragssprache ist Deutsch. Beratungsgespräche können nach Absprache und nach Verfügbarkeit auch in englischer Sprache geführt werden. Diese AGB, die Widerrufsbelehrung, Rechnungen sowie Befundberichte und Bescheinigungen werden ausschließlich in deutscher Sprache erstellt; im Fall von Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.
1.7 Unsere Leistungen richten sich ausschließlich an Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland. Buchungen aus dem Ausland können wir ablehnen.
§ 2 Psychologische Beratung: Inhalt und Grenzen
2.1 Die psychologische Beratung ist eine alltagsnahe, lösungs- und ressourcenorientierte Unterstützung auf Basis systemischer Gesprächsführung. Sie wird durch geschulte Berater:innen erbracht, namentlich durch Psycholog:innen (M.Sc.), durch Psychotherapeut:innen in Ausbildung (PiA) und durch fortgeschrittene Psychologiestudierende, jeweils unter regelmäßiger Supervision. Die Qualifikation der jeweiligen Beraterin oder des jeweiligen Beraters ist auf unserer Website ausgewiesen.
2.2 Die Beratung ist ausdrücklich keine Heilbehandlung. Sie umfasst insbesondere nicht: das Feststellen, Behandeln oder Lindern von Krankheiten oder Störungen mit Krankheitswert, das Stellen von Diagnosen, das Erstellen von Befunden oder Bescheinigungen, das Aufstellen von Behandlungsplänen und jede Form von Psychotherapie. Sie ersetzt weder eine ärztliche noch eine psychotherapeutische Behandlung.
2.3 Gegenstand der Beratung sind Alltagsbelastungen, Entscheidungsfragen, Beziehungsthemen, Selbstorganisation und persönliche Entwicklung.
2.4 Ergeben sich im Verlauf Anhaltspunkte für eine behandlungsbedürftige psychische Störung, weisen wir hierauf hin, empfehlen eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung und beenden die Beratung, soweit sie fachlich nicht mehr geeignet ist.
2.5 Ein Anspruch auf eine bestimmte beratende Person besteht nicht. Ein Wechsel ist auf Wunsch im Rahmen der Verfügbarkeit möglich.
§ 3 Psychologische Diagnostik
3.1 Die Diagnostik wird ausschließlich durch approbierte Psychologische Psychotherapeut:innen oder unter deren fachlicher Verantwortung erbracht. Die fachlich verantwortliche Person wird vor Beginn namentlich mit Berufsbezeichnung benannt.
3.2 Die Diagnostik umfasst in der Regel ein kostenfreies Vorgespräch, standardisierte Fragebögen, eine biografische Anamnese, klinisch-diagnostische Interviews, psychologische bzw. neuropsychologische Testverfahren, die Auswertung, ein Befundgespräch und einen schriftlichen Befundbericht. Der konkrete Umfang richtet sich nach der Fragestellung des Einzelfalls.
3.3 Psychische Beschwerden können körperliche Ursachen haben. Wir weisen vor Beginn und im Befundbericht ausdrücklich darauf hin, dass eine ärztliche Abklärung möglicher körperlicher Ursachen erforderlich ist, und empfehlen, diese durch die Hausarztpraxis oder eine fachärztliche Praxis vornehmen zu lassen. Liegen bereits ärztliche Vorbefunde vor, sind sie uns vorzulegen. Wir führen selbst keine körperliche Untersuchung durch und ersetzen die ärztliche Abklärung nicht.
3.4 Diagnostik und Behandlung erfolgen grundsätzlich im persönlichen Kontakt. Über die Besonderheiten, Möglichkeiten und Grenzen der Durchführung über Videokommunikation klären wir vor Beginn gesondert auf. Eine ausschließlich videogestützte Durchführung erfolgt nur, wenn ein persönlicher Kontakt nicht oder nicht zumutbar möglich ist, dies fachlich vertretbar ist und Sie nach der Aufklärung ausdrücklich zustimmen. Die Entscheidung wird dokumentiert.
3.5 Patient:innen wirken an der Diagnostik mit, insbesondere durch vollständige und wahrheitsgemäße Angaben, durch fristgerechtes Ausfüllen der übersandten Fragebögen und durch Vorlage vorhandener Vorbefunde sowie, soweit möglich, ergänzender Unterlagen wie Schulzeugnisse oder fremdanamnestischer Angaben.
3.6 Die Gesamtdauer beträgt erfahrungsgemäß vier bis sechs Wochen. Dies ist ein Erfahrungswert und keine zugesicherte Eigenschaft.
3.7 Die Diagnostik kann ergeben, dass eine Diagnose nicht gestellt werden kann, dass eine andere als die vermutete Diagnose vorliegt oder dass eine weitergehende Abklärung erforderlich ist. Der Vergütungsanspruch für die erbrachten Leistungen bleibt hiervon unberührt.
§ 4 Psychotherapie
4.1 Psychotherapeutische Behandlungen werden ausschließlich durch approbierte Psychologische Psychotherapeut:innen erbracht. Es gelten ergänzend die §§ 630a ff. BGB.
4.2 Vor Beginn klären wir über Art, Umfang, Durchführung, zu erwartende Folgen und Risiken der Behandlung sowie über ihre Notwendigkeit, Dringlichkeit, Eignung und Erfolgsaussichten und über Alternativen auf (§ 630e BGB). Die Behandlung erfolgt nur mit wirksamer Einwilligung (§ 630d BGB), die jederzeit formlos für die Zukunft widerrufen werden kann.
4.3 Wir informieren vor Beginn der Behandlung in Textform darüber, dass es sich um eine Selbstzahlerleistung handelt, dass eine Übernahme der Kosten durch die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel nicht erfolgt und mit welchen voraussichtlichen Kosten zu rechnen ist (§ 630c Abs. 3 BGB).
4.4 Wir führen eine Patientenakte (§ 630f BGB) und bewahren sie mindestens zehn Jahre nach Abschluss der Behandlung auf. Patient:innen können Einsicht verlangen (§ 630g BGB); für Kopien können die entstandenen Kosten berechnet werden.
4.5 Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten. Frequenz und Gesamtumfang werden gemeinsam festgelegt und im Verlauf überprüft.
4.6 Ein Anspruch auf Behandlung durch eine bestimmte Person besteht nicht. Bei Verhinderung kann die Behandlung nach vorheriger Abstimmung durch eine andere qualifizierte Person fortgeführt werden.
§ 5 Keine ärztlichen Leistungen, kein Erfolgsversprechen
5.1 Wir erbringen keine ärztlichen Leistungen. Insbesondere verordnen wir keine Arzneimittel, stellen keine Rezepte, keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und keine ärztlichen Atteste aus.
5.2 Wir schulden eine fachgerechte Dienstleistung, nicht einen bestimmten Erfolg. Ein bestimmtes Ergebnis der Diagnostik, insbesondere die Feststellung oder der Ausschluss einer bestimmten Diagnose, wird nicht zugesichert. Dies ist keine Haftungsbeschränkung; § 24 bleibt unberührt.
§ 6 Nutzerkonto und Zustandekommen des Vertrags
6.1 Für die Buchung kann die Einrichtung eines Nutzerkontos erforderlich sein. Die Angaben sind vollständig und wahrheitsgemäß zu machen und aktuell zu halten. Zugangsdaten sind geheim zu halten. Bei Anhaltspunkten für missbräuchliche Nutzung sind wir unverzüglich zu informieren.
6.2 Die Darstellung der Leistungen auf der Website ist kein bindendes Angebot. Mit Abschluss des Buchungsvorgangs geben Nutzer:innen und Patient:innen ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit unserer Terminbestätigung in Textform zustande.
6.3 Kostenpflichtige Buchungen erfolgen ausschließlich über eine ausdrücklich als zahlungspflichtig gekennzeichnete Schaltfläche (§ 312j Abs. 3 BGB). Unmittelbar davor werden die wesentlichen Eigenschaften der Leistung, der Gesamtpreis einschließlich Steuern, etwaige zusätzliche Kosten sowie Angaben zu Laufzeit und Kündigung hervorgehoben angezeigt.
6.4 Wir sind nicht verpflichtet, Anfragen anzunehmen. Eine Ablehnung kommt insbesondere in Betracht, wenn das Anliegen für die gebuchte Leistung fachlich nicht geeignet erscheint, wenn eine andere Versorgungsform angezeigt ist oder wenn keine Kapazität besteht. Bereits geleistete Zahlungen werden in diesem Fall unverzüglich vollständig erstattet.
6.5 Der Vertragstext einschließlich dieser AGB und, bei Beratungsverträgen, der Widerrufsbelehrung wird gespeichert und mit der Terminbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger übermittelt.
§ 7 Terminbuchung, Verlegung, Verspätung
7.1 Termine werden über das Buchungssystem im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten vereinbart. Wir arbeiten ausschließlich als Bestellpraxis: Der gebuchte Termin wird ausschließlich für die buchende Person reserviert; im reservierten Zeitfenster wird keine andere Person beraten oder behandelt.
7.2 Mit der Terminbestätigung erhalten Nutzer:innen und Patient:innen die Zugangsdaten für die Sitzung. Der Zugangslink ist persönlich und darf nicht weitergegeben werden.
7.3 Müssen wir einen Termin aus wichtigem Grund absagen oder verlegen, bieten wir unverzüglich einen Ersatztermin an. Kommt ein Ersatztermin nicht zustande, erstatten wir bereits gezahlte Beträge für die betroffene Sitzung vollständig.
7.4 Bei Verspätung verkürzt sich die Sitzung entsprechend; das vereinbarte Honorar bleibt in voller Höhe geschuldet. Wer mehr als 15 Minuten nach dem vereinbarten Beginn nicht erschienen ist, gilt als nicht erschienen im Sinne von § 18.
§ 8 Persönliche Voraussetzungen, Minderjährige
8.1 Diagnostik und Psychotherapie bieten wir derzeit ausschließlich für volljährige Personen an. Eine Ausweitung auf Kinder und Jugendliche erfolgt, sobald die dafür erforderliche Fachkunde im Team vorliegt; wir weisen dies auf der Website aus.
8.2 Die psychologische Beratung steht Minderjährigen offen. Vertragspartner und Schuldner der Vergütung sind in diesem Fall die sorgeberechtigten Personen; mehrere Sorgeberechtigte haften als Gesamtschuldner.
8.3 Die buchende sorgeberechtigte Person sichert zu, allein sorgeberechtigt zu sein oder im Einvernehmen mit der weiteren sorgeberechtigten Person zu handeln. Wir sind berechtigt, hierüber einen Nachweis zu verlangen und die Leistungserbringung bis zu dessen Vorlage zurückzustellen.
8.4 Die Einwilligung in heilkundliche Leistungen bei Minderjährigen richtet sich nach § 630d Abs. 1 Satz 2 BGB. Ist die minderjährige Person nach fachlicher Einschätzung einsichts- und urteilsfähig, wird sie selbst aufgeklärt und entscheidet selbst über die Einwilligung.
8.5 Gegenüber sorgeberechtigten Personen besteht die Schweigepflicht in dem Umfang, in dem die minderjährige Person einsichts- und urteilsfähig ist. Der Umfang der Information wird zu Beginn transparent besprochen und dokumentiert.
§ 9 Technische Voraussetzungen und Videokommunikation
9.1 Erforderlich sind ein stabiler Internetzugang, ein geeignetes Endgerät mit Kamera und Mikrofon und ein aktueller Browser. Beschaffung, Betrieb und Kosten liegen im Verantwortungsbereich der Nutzer:innen und Patient:innen.
9.2 Videositzungen finden über einen von uns bereitgestellten, für die Übertragung von Gesundheitsdaten geeigneten Videodienst statt. Wir sind berechtigt, den eingesetzten Dienst zu wechseln, soweit das Schutzniveau dadurch nicht verringert wird.
9.3 Nutzer:innen und Patient:innen sorgen für eine ungestörte, nicht einsehbare und nicht mithörbare Umgebung. Die Teilnahme weiterer Personen bedarf der vorherigen Zustimmung beider Seiten. Eine Teilnahme während der Führung eines Fahrzeugs oder in vergleichbaren Situationen ist unzulässig.
9.4 Kommt eine Sitzung wegen technischer Störungen aus dem Verantwortungsbereich der Nutzer:innen oder Patient:innen nicht oder nur teilweise zustande, bleibt das Honorar geschuldet, soweit die Sitzung nicht nachgeholt werden kann. Bei Störungen aus unserem Verantwortungsbereich gilt § 7.3.
9.5 Bildaufzeichnungen und Videomitschnitte sind ausgeschlossen und beiden Seiten untersagt. Tonaufzeichnungen erfolgen ausschließlich im Rahmen von § 10 und nur mit Ihrer vorherigen Einwilligung; im Übrigen sind auch sie beiden Seiten untersagt.
§ 10 KI-gestützte Transkription und Aufzeichnungen
10.1 Zur Unterstützung der Gesprächsdokumentation setzen wir, insbesondere bei heilkundlichen Leistungen, eine softwarebasierte Transkriptionslösung der VIA HealthTech UG (haftungsbeschränkt), Bredtschneiderstraße 10, 14057 Berlin, ein. Dabei werden Gesprächsinhalte automatisiert in Textform überführt.
10.2 Der Einsatz erfolgt ausschließlich auf Grundlage Ihrer vorher erteilten ausdrücklichen Einwilligung nach Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO und dient allein der Dokumentation und den organisatorischen Abläufen im Rahmen unserer Leistungen. Eine Bildaufzeichnung findet nicht statt.
10.3 Die Einwilligung ist freiwillig. Verweigern Sie sie, dokumentieren wir das Gespräch herkömmlich; Nachteile entstehen dadurch nicht. Sie können die Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
10.4 Mit dem Anbieter besteht ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Die Audiodaten werden nach der Erstellung des Transkripts gelöscht. Eine Nutzung Ihrer Daten zum Training von KI-Modellen findet nicht statt. Das Transkript wird Teil der Dokumentation und unterliegt derselben Schweigepflicht wie das Gespräch selbst.
10.5 Das Transkript wird durch die behandelnde Person geprüft. Maßgeblich für die Dokumentation ist stets die fachliche Bewertung dieser Person, nicht das automatisiert erzeugte Ergebnis.
10.6 Aufzeichnungen zu Zwecken der Supervision, der Qualitätssicherung oder der Ausbildung erfolgen nur nach gesonderter ausdrücklicher Einwilligung, sind auf Tonaufzeichnungen beschränkt, ausschließlich den fachlich beteiligten Personen zugänglich und werden spätestens sechs Monate nach der Aufzeichnung gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte und jede Verwendung zu Werbezwecken sind ausgeschlossen.
§ 11 Mitwirkungs- und Informationspflichten
Nutzer:innen und Patient:innen verpflichten sich insbesondere:
- vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu Person, Alter, Kontaktdaten und Rechnungsanschrift zu machen;
- vor Beginn und im Verlauf über bestehende oder frühere ärztliche und psychotherapeutische Behandlungen, Diagnosen, Medikation und laufende Verfahren zu informieren;
- wesentliche Veränderungen des Befindens sowie eine Verschlechterung unverzüglich mitzuteilen;
- uns unverzüglich zu informieren, wenn Suizidgedanken, Selbst- oder Fremdgefährdung oder eine akute psychische Notlage bestehen, und sich in diesen Fällen zusätzlich an die in § 13 genannten Stellen zu wenden;
- Sitzungen nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen psychotrop wirkenden Substanzen wahrzunehmen;
- für die Dauer einer Videositzung den aktuellen Aufenthaltsort sowie eine Notfallkontaktperson zu benennen, damit im Notfall Hilfe organisiert werden kann;
- Zugangsdaten und Sitzungslinks nicht an Dritte weiterzugeben.
§ 12 Befundbericht, Bescheinigungen und Stellungnahmen
12.1 Zum Leistungsumfang der Diagnostik gehört ein schriftlicher Befundbericht, der nach dem Befundgespräch digital und auf Wunsch zusätzlich postalisch übermittelt wird.
12.2 Der Befundbericht richtet sich an die Patientin bzw. den Patienten sowie an mit- und weiterbehandelnde Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen. Er enthält einen ausdrücklichen Hinweis auf die empfohlene ärztliche Weiterbehandlung und Abklärung. Eine medikamentöse Behandlung und die Ausstellung von Rezepten erfolgen ausschließlich durch Ärzt:innen und nicht durch uns.
12.3 Bescheinigungen und Stellungnahmen zur Geltendmachung eines Nachteilsausgleichs, etwa gegenüber Hochschulen, Prüfungsämtern oder Arbeitgebern, erstellen wir auf Wunsch. Sie sind nicht im Diagnostikhonorar enthalten und werden gesondert nach Aufwand berechnet. Sie unterliegen der Umsatzsteuer, weil sie überwiegend Dritten gegenüber verwendet werden. Ein Anspruch auf einen bestimmten Inhalt besteht nicht; ob die empfangende Stelle die Bescheinigung anerkennt, liegt außerhalb unseres Einflussbereichs.
12.4 Gutachten und Stellungnahmen für Behörden, Versorgungsämter, Gerichte, Versicherungen und sonstige Dritte erstellen wir nicht. Entsprechende Aufträge nehmen wir nicht an. Der Befundbericht nach 12.1 kann von Ihnen selbst weitergegeben werden; wir treten dabei nicht als Gutachterin auf.
§ 13 Krisen und Notfälle
13.1 Unser Angebot ist kein Notfall- und kein Krisendienst. Eine durchgehende Erreichbarkeit besteht nicht. Zwischen den vereinbarten Terminen findet keine Betreuung statt.
13.2 In akuten Krisen, insbesondere bei Suizidgedanken oder akuter Gefahr für Leib und Leben, wenden Sie sich bitte unverzüglich an den Notruf 112, an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117, an die nächstgelegene psychiatrische Klinik oder an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 bzw. 0800 111 0 222.
13.3 Bestehen konkrete Anhaltspunkte für eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung, sind wir berechtigt und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben verpflichtet, Rettungsdienst, Polizei oder andere zuständige Stellen zu informieren und hierfür die erforderlichen Daten zu offenbaren.
§ 14 Vergütung
14.1 Für die psychologische Beratung gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website ausgewiesenen Preise. Es handelt sich um Endpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer von derzeit 19 Prozent.
14.2 Diagnostische und psychotherapeutische Leistungen rechnen wir nach der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (GOP) in Verbindung mit der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Berechnungsfähig sind ausschließlich Leistungen der Abschnitte B und G des Gebührenverzeichnisses der GOÄ sowie entsprechend bewertete Leistungen nach § 6 Abs. 2 GOÄ.
14.3 Der Steigerungssatz richtet sich nach Schwierigkeit und Zeitaufwand der jeweiligen Leistung. Eine Überschreitung des Regelhöchstsatzes wird auf der Rechnung verständlich und leistungsbezogen begründet (§ 12 Abs. 3 GOÄ). Eine Vereinbarung oberhalb des Gebührenrahmens setzt eine gesonderte schriftliche Honorarvereinbarung nach § 2 GOÄ voraus, die vor der Leistungserbringung persönlich getroffen wird.
14.4 Diese Leistungen sind nach § 4 Nr. 14 Buchst. a UStG von der Umsatzsteuer befreit, soweit sie einem therapeutischen Ziel dienen. Leistungen, die überwiegend zur Vorlage bei Dritten erbracht werden, insbesondere Gutachten und Bescheinigungen nach § 12.3 und § 12.4, unterliegen der Umsatzsteuer.
14.5 Die Honorartabelle für Diagnostik und Psychotherapie ist auf unserer Website einsehbar. Da sich das Honorar nach den im Einzelfall erbrachten Leistungen richtet, erhalten Patient:innen zusätzlich im kostenfreien Vorgespräch und in jedem Fall vor Beginn der Leistung eine individuelle Kostenschätzung in Textform, aufgeschlüsselt nach Gebührenziffern, Anzahl der Ansätze und Steigerungssätzen. Der tatsächliche Rechnungsbetrag kann hiervon abweichen.
14.6 Rechnungen entsprechen den Anforderungen des § 12 GOÄ. Sie weisen je Position das Leistungsdatum, die Gebührennummer und die Leistungsbezeichnung, die Anzahl der Ansätze, den Steigerungssatz und den Betrag aus. Entsprechend bewertete Leistungen werden verständlich beschrieben und mit dem Hinweis „entsprechend“ sowie der Nummer und Bezeichnung der herangezogenen Leistung versehen (§ 12 Abs. 4 GOÄ). Die Vergütung wird erst mit Erteilung einer diesen Anforderungen entsprechenden Rechnung fällig.
14.7 Auf jeder Rechnung wird die behandelnde approbierte Person namentlich mit Berufsbezeichnung ausgewiesen.
§ 15 Zahlungsbedingungen
15.1 Leistungen der psychologischen Beratung sind bei der Buchung im Voraus zu bezahlen. Angeboten werden PayPal sowie Zahlung auf Rechnung (Überweisung).
15.2 Nach Einrichtung eines Nutzerkontos mit hinterlegter Rechnungsanschrift kann die Beratung auch auf Rechnung gebucht werden. Ein Anspruch hierauf besteht nicht; wir sind berechtigt, einzelne Zahlungsarten im Einzelfall auszuschließen.
15.3 Diagnostische und psychotherapeutische Leistungen werden nach Leistungserbringung in Rechnung gestellt. Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 14 Tagen nach Zugang einer den Anforderungen des § 14.6 entsprechenden Rechnung ohne Abzug fällig.
15.4 Rechnungen werden elektronisch per E-Mail oder über das Nutzerkonto übermittelt. Eine Übermittlung in Papierform erfolgt auf Wunsch.
15.5 Als Verwendungszweck bei Zahlungen wird ausschließlich die Rechnungsnummer verwendet. Angaben zur Art der Leistung oder zu Diagnosen werden gegenüber Zahlungsdienstleistern nicht offengelegt.
15.6 Nutzer:innen können nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihnen zu, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
15.7 Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Vorschriften. Nach vorheriger Ankündigung können wir weitere Leistungen bis zum vollständigen Ausgleich zurückstellen; die Versorgung in akuten Notlagen bleibt hiervon unberührt.
§ 16 Härtefallregelung (Sozialtarif)
16.1 Die Sätze der GOP in Verbindung mit der GOÄ sind zwingendes Preisrecht. Eine pauschale Rabattierung ist uns nicht möglich.
16.2 Diese Regelung tritt an die Stelle eines pauschalen Sozialtarifs. Stellen die Kosten für Sie eine erhebliche Belastung dar, sprechen Sie uns vor Beginn der Leistung an. Wir prüfen im Einzelfall, ob der Steigerungssatz innerhalb des Gebührenrahmens niedriger bemessen werden kann, ob eine Ratenzahlung oder Stundung möglich ist oder ob ausnahmsweise ein teilweiser Honorarerlass in Betracht kommt.
16.3 Es besteht kein Rechtsanspruch. Die Entscheidung erfolgt im Einzelfall und wird dokumentiert. Ein gewährter Nachlass wird auf der Rechnung offen ausgewiesen.
16.4 Wir können den Nachweis der wirtschaftlichen Situation verlangen, etwa durch einen aktuellen Bescheid über Bürgergeld oder vergleichbare Sozialleistungen, einen BAföG-Bescheid oder eine Studien- oder Ausbildungsbescheinigung. Nachweise werden ausschließlich zur Prüfung verwendet und anschließend gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 17 Erstattung durch Kostenträger
17.1 Sämtliche Leistungen sind Selbstzahlerleistungen. Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung erfolgt in der Regel nicht.
17.2 Bei privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen ist eine Erstattung möglich, hängt jedoch vom jeweiligen Tarif und von der Entscheidung des Kostenträgers ab. Eine Erstattung wird von uns nicht zugesichert, auch nicht in voller Höhe. Wir empfehlen, die Erstattungsfähigkeit vor Beginn zu klären; auf Wunsch stellen wir hierfür eine Kostenschätzung aus.
17.3 Die Verpflichtung zur Zahlung besteht unabhängig davon, ob und in welcher Höhe ein Kostenträger erstattet.
§ 18 Absage, Verlegung und Ausfallhonorar
18.1 Der gebuchte Termin wird ausschließlich für Sie reserviert (§ 7.1). Sie können ihn kostenfrei absagen oder verlegen
- bei Terminen der psychologischen Beratung bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Beginn,
- bei Terminen der Diagnostik und der Psychotherapie bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Beginn.
18.2 Die längere Frist für Diagnostik- und Therapietermine beruht darauf, dass diese Termine eine inhaltliche Vorbereitung, das Bereitstellen und Auswerten von Testmaterial und längere zusammenhängende Zeitfenster erfordern und kurzfristig nicht neu vergeben werden können.
18.3 Die Absage erfolgt über das Nutzerkonto oder in Textform an info@talkaboutme.de. Maßgeblich ist der Zugang bei uns.
18.4 Sagen Sie später ab oder nehmen Sie den Termin nicht wahr, geraten Sie mit der Annahme unserer Leistung in Verzug. Wir berechnen dann nach § 615 Satz 1 BGB ein Ausfallhonorar in folgender Höhe:
- psychologische Beratung: das vereinbarte Sitzungshonorar, höchstens 49 Euro
- Termine der Diagnostik und der Psychotherapie: 80 Euro je Termin
18.5 Die Beträge berücksichtigen die von uns ersparten Aufwendungen für Material, Auswertung und variable Sachkosten. Die Berechnungsgrundlage teilen wir Ihnen auf Anfrage mit.
18.6 Das Ausfallhonorar entfällt oder reduziert sich, soweit wir das frei gewordene Zeitfenster anderweitig verwerten konnten (§ 615 Satz 2 BGB). Der Nachweis, dass uns kein oder ein wesentlich geringerer Ausfall entstanden ist, bleibt Ihnen ausdrücklich vorbehalten.
18.7 Das Ausfallhonorar entfällt ferner, wenn Sie den Termin aus einem von Ihnen nicht zu vertretenden, unvorhersehbaren Grund nicht wahrnehmen konnten, insbesondere wegen akuter Erkrankung oder eines Unfalls, und uns dies unverzüglich mitteilen. Wir können einen Nachweis verlangen.
18.8 Das Ausfallhonorar ist keine Leistung der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung und wird von dieser regelmäßig nicht erstattet.
18.9 Eine einzelne Terminabsage gilt nicht als Kündigung des Behandlungs- oder Beratungsvertrags. Ihr Recht zur jederzeitigen Kündigung nach § 627 BGB bleibt unberührt.
§ 19 Widerrufsrecht bei Beratungsverträgen
19.1 Verbraucher:innen steht bei über die Website geschlossenen Verträgen über psychologische Beratung ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung in Anlage 1, die Bestandteil dieser AGB ist. Über die elektronische Widerrufsfunktion auf unserer Website können Sie den Widerruf jederzeit erklären.
19.2 Soll die Beratung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, ist hierfür Ihr ausdrückliches Verlangen erforderlich; zugleich bestätigen Sie im Buchungsvorgang Ihre Kenntnis davon, dass das Widerrufsrecht mit vollständiger Erbringung der Beratung erlischt (§ 356 Abs. 5 BGB). Bei Widerruf nach Beginn der Ausführung schulden Sie Wertersatz nach § 357a Abs. 2 BGB.
19.3 Für Verträge über Diagnostik und Psychotherapie besteht kein Widerrufsrecht. Es handelt sich um Behandlungsverträge nach § 630a BGB; die Vorschriften über den Widerruf bei Fernabsatzverträgen sind auf diese Verträge nach § 312 Abs. 2 Nr. 7 BGB nicht anwendbar. An deren Stelle tritt Ihr Recht, den Vertrag jederzeit nach § 627 BGB zu kündigen; bereits erbrachte Leistungen sind zu vergüten.
19.4 Solange ein Widerrufsrecht besteht, geht es den Regelungen des § 18 vor.
§ 20 Mehrfachkarten
20.1 Mit dem Erwerb einer Mehrfachkarte erwerben Sie das Recht, fünf bzw. zehn Einzelsitzungen der psychologischen Beratung in Anspruch zu nehmen. Es handelt sich um den einmaligen Erwerb eines Leistungskontingents ohne Laufzeit. Es entstehen kein Abonnement, keine Mindestlaufzeit und keine automatische Verlängerung.
20.2 Jede Einheit wird gesondert zu dem in der Preisliste ausgewiesenen Einzelpreis erbracht und abgerechnet. Der Kartenpreis ist die Summe der Einzelpreise abzüglich des ausgewiesenen Kontingentrabatts.
20.3 Die Ansprüche aus der Mehrfachkarte verjähren nach den gesetzlichen Vorschriften in drei Jahren, beginnend mit dem Schluss des Jahres des Erwerbs. Eine darüber hinausgehende Befristung besteht nicht.
20.4 Sie können die Mehrfachkarte jederzeit ganz oder teilweise zurückgeben. Wir erstatten den Kartenpreis abzüglich des Werts der bereits in Anspruch genommenen Einheiten zum jeweiligen Einzelpreis ohne Kontingentrabatt.
20.5 Die Karte ist nicht auf Dritte übertragbar.
§ 21 Beendigung, Ablehnung, Löschung des Nutzerkontos
21.1 Beide Seiten können die Zusammenarbeit jederzeit ohne Einhaltung einer Frist beenden (§ 627 BGB). Bereits vereinbarte Termine sind nach Maßgabe von § 18 abzusagen.
21.2 Wir sind berechtigt, die Zusammenarbeit zu beenden oder abzulehnen, insbesondere wenn eine fachliche Eignung des Angebots für das Anliegen nicht oder nicht mehr besteht, wenn erforderliche Mitwirkung wiederholt unterbleibt, wenn erhebliche Zahlungsrückstände bestehen oder wenn Nutzer:innen sich gegenüber Mitarbeitenden diskriminierend, bedrohend oder in sonstiger Weise erheblich vertragswidrig verhalten. Bei Behandlungsverhältnissen kündigen wir nur so, dass die Fortsetzung der Versorgung anderweitig möglich ist, es sei denn, ein wichtiger Grund steht dem entgegen.
21.3 Bei einer Beendigung durch uns weisen wir auf geeignete Anlaufstellen zur Weiterversorgung hin. Eine Vermittlung eines Behandlungsplatzes schulden wir nicht.
21.4 Das Nutzerkonto kann jederzeit gelöscht werden. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten, insbesondere zur Patientenakte und zu steuerlichen Unterlagen, bleiben unberührt.
§ 22 Schweigepflicht und Datenschutz
22.1 Unsere approbierten Behandler:innen unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht nach § 203 StGB. Alle weiteren Mitarbeitenden, Berater:innen und mitwirkenden Personen sind schriftlich zur Verschwiegenheit verpflichtet.
22.2 Eine Offenbarung gegenüber Dritten erfolgt nur mit vorheriger Einwilligung in Textform, aufgrund gesetzlicher Offenbarungspflichten oder zur Abwendung einer gegenwärtigen Gefahr für Leib und Leben.
22.3 Eine Schweigepflichtentbindung ist jederzeit für die Zukunft widerruflich.
22.4 Zur Qualitätssicherung erfolgen Supervision und Intervision. Fälle werden dabei ausschließlich in anonymisierter oder pseudonymisierter Form besprochen, soweit nicht eine Einwilligung nach § 10.6 vorliegt.
22.5 Die Verarbeitung personenbezogener Daten, einschließlich Gesundheitsdaten im Sinne des Art. 9 DSGVO, erfolgt nach Maßgabe der Datenschutzerklärung auf unserer Website.
22.6 Im Buchungsformular werden nur die für die Terminvergabe erforderlichen Angaben erhoben. Bitte tragen Sie dort keine Angaben zu Beschwerden, Symptomen oder Diagnosen ein.
§ 23 Urheberrechte und Nutzung von Materialien
23.1 Testverfahren, Fragebögen, Auswertungen, Arbeitsblätter und sonstige überlassene Materialien sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen ausschließlich zum persönlichen Gebrauch verwendet und nicht vervielfältigt, weitergegeben oder veröffentlicht werden.
23.2 Befundberichte und Bescheinigungen dürfen an Dritte weitergegeben werden, jedoch nur vollständig und unverändert.
§ 24 Haftung
24.1 Wir haften unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit von uns, unseren gesetzlichen Vertreter:innen oder Erfüllungsgehilf:innen beruhen. Gleiches gilt bei Übernahme einer Garantie und nach dem Produkthaftungsgesetz.
24.2 Bei einfach fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung Sie regelmäßig vertrauen dürfen, ist unsere Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
24.3 Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.
24.4 Für die Verfügbarkeit des Internets sowie für Störungen der Netze und Dienste Dritter haften wir nicht.
§ 25 Änderungen dieser AGB
25.1 Für jede Buchung gilt die AGB-Fassung, die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website veröffentlicht ist.
25.2 Änderungen dieser AGB gelten nur für künftige Buchungen. Für bereits gebuchte Termine und bereits erworbene Mehrfachkarten gilt die bei Buchung bzw. Erwerb geltende Fassung fort.
§ 26 Beschwerden und Streitbeilegung
26.1 Anregungen und Beschwerden richten Sie bitte an info@talkaboutme.de. Wir bemühen uns um eine zeitnahe und einvernehmliche Klärung.
26.2 Berufsrechtliche Beschwerden gegen approbierte Behandler:innen können an die Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen gerichtet werden.
26.3 Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
§ 27 Schlussbestimmungen
27.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbraucher:innen gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts gewährte Schutz nicht entzogen wird.
27.2 Für Verbraucher:innen gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Ist die Nutzerin bzw. der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand unser Geschäftssitz.
27.3 Erklärungen und Anzeigen, die Sie uns gegenüber abgeben, bedürfen der Textform, etwa per E-Mail.
27.4 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.
Stand: 31.08.2026
Anlage 1: Widerrufsbelehrung für Verträge über psychologische Beratung
Diese Widerrufsbelehrung gilt für Verträge über psychologische Beratung. Für Diagnostik und Psychotherapie besteht kein Widerrufsrecht, weil es sich um Behandlungsverträge handelt (§ 312 Abs. 2 Nr. 7 BGB); an dessen Stelle tritt Ihr Kündigungsrecht nach § 627 BGB.
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Talk About Me UG (haftungsbeschränkt), Holzkampstraße 2, 58453 Witten, E-Mail: info@talkaboutme.de) mittels einer eindeutigen Erklärung, zum Beispiel per Brief oder E-Mail, über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können hierfür auch die auf unserer Website bereitgestellte Widerrufsfunktion oder das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden; beides ist nicht vorgeschrieben.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Beratungsleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Leistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Leistungen entspricht.
Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts
Ihr Widerrufsrecht erlischt, wenn wir die Beratungsleistung vollständig erbracht haben und wir mit der Ausführung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch uns verlieren.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An Talk About Me UG (haftungsbeschränkt), Holzkampstraße 2, 58453 Witten, E-Mail: info@talkaboutme.de
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
Bestellt am (*)
Name der/des Verbraucher(s)
Anschrift der/des Verbraucher(s)
Unterschrift der/des Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
Siehe auch: Impressum · Datenschutzerklärung